Project Description

Unser heutiger Energieverbrauch ist nicht nachhaltig. Wir konsumieren mehr, als wir aus erneuerbaren Quellen bereitstellen können. Weil nicht verbrauchte Energie die umweltschonendste überhaupt ist, steht für uns das Bemühen um Energieeffizienz und einen möglichst geringen Energieverbrauch an oberster Stelle. Wir unterstützen die rasche Einführung zeitgemässer Geräte- und Technologiestandards und fordern verstärkte Anstrengungen bei Gebäudesanierungen.
Unsere Gesellschaft wird immer auf Energie als Schlüsselressource angewiesen sein. Zur Schonung von Klima und Umwelt müssen wir unsere Energieversorgung aber umstellen: weg von CO2-lastigen Technologien und der Atomkraft mit ihren unvorhersehbaren technischen und finanziellen Risiken, hin zu erneuerbaren Energien. Mit dieser Umstellung reduzieren wir nicht nur die Umweltbelastung, sondern auch die Importabhängigkeit von Öl, Gas und Uran aus politisch instabilen Regionen, in denen oftmals Menschenrechtsverletzungen stattfinden.
Die weltweiten Klimaveränderungen haben weitreichende Folgen auf Mensch, Wirtschaft und Umwelt und verstärken regionale und globale Konflikte um die abnehmenden natürlichen Ressourcen. Deshalb müssen Anstrengungen zur Verminderung negativer menschlicher Einflüsse auf das Klima, insbesondere des Ausstosses von Treibhausgasen, rasch und konsequent verstärkt werden. Gleichzeitig sind auf globaler, regionaler und lokaler Ebene stufengerechte Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel wichtig. Natürliche Ressourcen müssen durch das Schliessen von Stoffkreisläufen effizienter genutzt, ihr Verbrauch verringert und Abfälle vermieden werden. Dafür braucht es Kostenwahrheit und Transparenz über den gesamten Lebenszyklus von Produkten, natürlichen Ressourcen und Energieformen.
Wir stehen zur Energiewende und setzen uns für deren Umsetzung ein. Finanzielle Anreize über Lenkungsabgaben, Bonus-Malus-Systeme und Anpassungen des Steuersystems können uns zu einer ökologischen, wirtschaftlichen und sicheren Energieversorgung führen. Im Zentrum stehen für uns deshalb Kostentransparenz und eine ökologische Steuerreform, die bestehende Steuern verursachergerecht und staatsquotenneutral durch eine Energiesteuer oder eine allgemeine Ressourcensteuer ersetzt. Dadurch werden Investitionen in erneuerbare Energien aus Sonne, Wasser, Wind, Geothermie und Biomasse attraktiver.
Heute wird insbesondere die Kernkraft versteckt subventioniert. Die Entsorgung der radioaktiven Abfälle ist ungelöst, im Schadensfall existiert keine genügende Versicherung und die finanziellen Reserven reichen für den Rückbau und die Entsorgung der Atomkraftwerke nach der Stilllegung nicht aus. Dank mehr Energieeffizienz und der Fokussierung auf erneuerbare Energien wird unsere Energieversorgung schrittweise und vollumfänglich erneuerbar. Deshalb brauchen wir keine neuen Atomkraftwerke. Der Umgang mit den hochradioaktiven Abfällen aus Atomkraftwerken ist auch nach über 40 Jahren Betrieb ungelöst. Bis heute ist keine langfristige Lagerung ohne Restrisiko für Mensch und Umwelt möglich. Auch von einer ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Transmutation, welche die Abfälle in Zukunft einmal deutlich weniger schädlich machen könnte, sind wir heute technisch weit entfernt. Umso mehr stehen die Verursacher in der Pflicht, sobald die Menge an hochradioaktiven Abfällen durch einen klaren Beschluss zum Ausstieg definiert ist, möglichst in der Schweiz die bestmögliche Lösung für die hochradioaktiven Abfälle auf Ihre Kosten zu realisieren.